Nach der Implementierung der Projektziele muss ein Projektleiter sicherstellen,
dass der neue Prozess oder das neue Produkt wirklich einen Mehrwert
für das Unternehmen generiert. Wenn möglich sollten die anfänglichen
Prognosen des Return on Investment (ROI) mit den tatsächlichen
Resultaten verglichen und evaluiert werden. Diese Untersuchungen sind
einerseits wichtig, um potentielle Verbesserungsvorschläge für
künftige Entwicklungsstadien zu sammeln und die Projekterfahrung
des Unternehmens zu vergrössern.
Anderseits kann ein neues System oder Produkt zwar erfolgreich implementiert
worden sein, aber deshalb keinen signifikanten Mehrwert generieren,
weil es schlicht und einfach nicht genügen gebraucht wird. Senior
Managers grösserer Unternehmen beispielsweise träumen oft
von voller Transparenz und allumfassenden Informationssystemen, sehen
später dann aber ein, dass sie überhaupt nicht die Zeit
haben, die Unmenge an Daten auch wirklich zu studieren und gewinnbringend
zu verwerten. Diese Situation wird idealerweise dadurch vermieden,
dass bereits zu Beginn – bei der Ausarbeitung der Projektidee
– pragmatisch gefragt wird, was jeder der Beteiligten erwartet.
Manchmal lässt sich allerdings nicht alles bis ins Detail voraussehen.
Es ist dann Aufgabe des Projektmanagers sicherzustellen, dass das
System in Arbeitsalltag integriert wird; d.h. beispielsweise, dass
Daten in übersichtlicher, schnell verwertbarer Weise aufgearbeitet
werden.
Falls dies nicht schon früher geschehen ist, sollten Projektleiter
auch sicherstellen, dass geeignete Feedback- und Fehlermeldungssysteme
verfügbar sind, damit möglichst optimale Informationen für
spätere Verbesserungen des Systems gesammelt werden können.
Die letzte Aufgabe eines Interim Projektleiters besteht darin, die
System- oder Produktadministration sowie dazugehörige Dokumentation
der jeweiligen internen Stelle zu überreichen.